Die offizielle Landessprache in Australien ist Englisch
... zumindest auf dem Papier! In der Realität ist Australisch
aber ohne jeden Zweifel ein "etwas anderes Englisch"!
Aber keine Panik, auch wenn ich mir in den ersten Tagen meines
Aufenthaltes bisweilen vorkam, als hätte ich noch nie
im Leben Englisch gesprochen, braucht man kein Wörterbuch
mit den "tausend wichtigsten Begriffen", ohne die
man in Down Under hoffnungslos verloren ist. Es geht sehr
gut ohne ... Australisch lernst Du von ganz alleine ;-)
Im folgenden eine kleine Erklärungen von Wörtern,
die ich in sieben Monaten so aufgeschnappt habe!
Billabong: Billabong ist ein
in Australien häufig gehörtes Wort, aber nicht erst
seit es diese Bekleidungsfirma gibt! Ein Billabong ist ein
Süßwasserteich, der durch Überflutung eines
Gebiets entstanden und nun von der Frischwasserzufuhr abgeschnitten
ist. Dies kann z.B. ein Flussabschnitt sein, der während
der Dry Season (Trockenzeit) zum Billabong wird.
Bogey Hole: Wer eine Abkühlung
braucht, für den ist ein Bogey Hole ein lohnendes Ziel.
Bogey ist das aboriginal Wort für swimmen gehen und viele
Orte besitzen noch so eine Schwimmstelle, die einmal die einzige
Möglichkeit war um dies zu tun.
Bottle Shop: Zum Auschank
oder Verkauf von Alkohol wird in Australien in den meisten
Bundesstaaten eine besondere Lizenz benötigt. Da diese
teuer ist, gibt es in diesen Staaten meist keinen Supermarkt
der Alkohol im Regal hat. Den gibt es dafür aber im Bottle
Shop.
Bush Bashing: Bush Bashing
hat in Australien in der Regel nichts mit einem Präsidenten
gleichen Namens zu tun, sondern kann einem beim Bushwalking
ereilen, häufig wenn man nur wenig genutze Tracks abwandert.
Wenn es dann durchs Gebüsch geht, dann fliegen einem
die Äste nur so um die Ohren.
Bushwalking: Wandern im Bush
wird in Australien Bushwalking genannt. Aber Vorsicht: Der
Begriff ist sehr dehnbar und längst nicht alles, was
einem im Reiseführer als Bushwalk verkauft wird, ist
tatsächlich eine richtige Wanderung; es kann auch durchaus
mal ein ca. 400 Meter langer geteerter Weg zu einer Aussichtsplattform
als Bushwalk angeboten werden.
BYO - Bring Your Own: "BYO"
prangt oft deutlich sichtbar auf Speisekarte und Tür
von australischen Restaurants. Es steht für "Bring
Your Own" (Bringe dein eigenes mit). Gemeint ist damit
aber nicht das Essen, sondern mal wieder der Alkohol. Denn
die Ausschanklizenz für selbigen ist teuer und lohnt
sich daher für kleine Läden meist nicht. Aber Not
macht ja bekanntlich erfinderisch: Da das Öffnen einer
Flasche erlaubt ist, wird (manchmal gegen eine kleine Gebühr)
diese vom Gast entgegen genommen, geöffnet und formvollendet
eingeschänkt. Wer eine Flasche Wein zum Essen haben möchte,
muss also vorher noch mal schnell im Bottleshop vorbeischauen.
Camp Oven: Hierbei handelt
es sich um einen gußeisernern Topf mit Deckel, der zum
Kochen auf dem Lagerfeuer benutzt wird. Wichtig ist dabei,
den Topf nicht direkt in die Flamme, sondern auf die Glut
zu stellen, welche auf den Deckel gelegt dann auch noch für
gute Oberhitze sorgt. Mit dieser Technik läßt sich
so einiges zaubern! Wir haben es ausprobiert und es schmeckte
hervorragend!!
Dry und Wet: In den tropischen
Gebieten kennt man nur die Trocken- und die Regenzeit. Ideale
Reisezeit ist die Dry-Season, wenn die Nächte kühl
und die Tage warm bei einer angenehmen Luftfeuchtigkeit sind.
Die Regenzeit wird als Wet bezeichnet. Heftige Regenfälle
können dabei das Land teilweise oder ganz überfluten.
Dunny: Das gute alte Plumpskloh!
Heute noch zu finden in vielen Nationalparks und im Outback
und nicht immer in bester Verfassung. Für`s Entleeren
der Eimer ist übrigens der Ranger zuständig. Auch
bei den Eingangstüren war man kreativ: Bloke ist für
die Boys und Sheila für die Girls. Willkommen im Outback!
Eski: Eine vielfältig
einsetzbare Kühlbox. Keine Fahrt ins Outback sollte ohne
Eski erfolgen! An jeder Tankstelle gibt es Nachschub an Eiswürfeln
(das kann im Outback allerdings schon mal ne Weile dauern),
damit das Bier schön kühl bleibt!
Oz: Die Kurzform für Australien,
gesprochen mit weichem S. Aber merke: Wenn ein Australier
sagt, er sei Aussie (sprich: Ossie), bedeutet das etwas anderes,
als wenn ein Deutscher davon spricht ;-))
Roadhouse: Ein Roadhouse ist
eine Rasthaus mit Tankstelle, kleinem Laden und in abgelgenden
Gebieten meist auch mit Campingplatz - halt alles womit sich
Geld verdienen lässt. Das besondere ist allerdings, dass
einige dieser Rasthäuser sogar im Weltatlas verzeichnet
sind, weil es sonst schlicht und einfach in etlichen hundert
Kilometern keine andere Siedlung gibt
Swag: Swag wird häufig
mit dem etwas sperrigen Wort "Bettrolle" übersetzt,
was zwar ganz gut den Kern der Sache trifft, aber irgednwie
schwer vorstellbar ist. Am besten ist wohl der Vergleich mit
einem Art Schlafsack, der alles (also Matratze, Bettzeug und
Schlafsack) enthält. Die Form ist rechteckig und ein
großer Reißverschluß vereinfacht das Hineinkriechen.
Am Kopfende ist eine Art Kapuze befestigt, mit der man den
Kopf bei Regen zudecken kann. Bei schönem Wetter sollte
man allerdings darauf verzichten und lieber all die Sterne
genießen, die man in voller Pracht wohl nur im Outback
(und an ganz wenigen anderen Stellen) zu Gesicht bekommt.
Und keine Panik: Kleine Krabbeltierchen können einem
im Swag kaum etwas anhaben und er ist wirklich sehr bequem
(ich hab`s mehrfach getestet)! Zum Transport wird der Swag
einfach aufgerollt, theoretisch zumindest, denn so einfach
ist das meistens nicht...
Tucker: Tucker ist alles Eßbare.
Bushtucker ist folglich alles was im Bush wächst und
irgendwie (häufig erst nach einer "sehr speziellen
Zubereitung") gegessen werden kann. Und dann gibt es
da noch eine Tuckerbox, in die das Lunch hineinkommt.
|