Unterwegs in Down Under 2005

 
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"Australisch - das etwas andere Englisch"


Die offizielle Landessprache in Australien ist Englisch ... zumindest auf dem Papier! In der Realität ist Australisch aber ohne jeden Zweifel ein "etwas anderes Englisch"! Aber keine Panik, auch wenn ich mir in den ersten Tagen meines Aufenthaltes bisweilen vorkam, als hätte ich noch nie im Leben Englisch gesprochen, braucht man kein Wörterbuch mit den "tausend wichtigsten Begriffen", ohne die man in Down Under hoffnungslos verloren ist. Es geht sehr gut ohne ... Australisch lernst Du von ganz alleine ;-)

Im folgenden eine kleine Erklärungen von Wörtern, die ich in sieben Monaten so aufgeschnappt habe!


Billabong: Billabong ist ein in Australien häufig gehörtes Wort, aber nicht erst seit es diese Bekleidungsfirma gibt! Ein Billabong ist ein Süßwasserteich, der durch Überflutung eines Gebiets entstanden und nun von der Frischwasserzufuhr abgeschnitten ist. Dies kann z.B. ein Flussabschnitt sein, der während der Dry Season (Trockenzeit) zum Billabong wird.

Bogey Hole: Wer eine Abkühlung braucht, für den ist ein Bogey Hole ein lohnendes Ziel. Bogey ist das aboriginal Wort für swimmen gehen und viele Orte besitzen noch so eine Schwimmstelle, die einmal die einzige Möglichkeit war um dies zu tun.

Bottle Shop: Zum Auschank oder Verkauf von Alkohol wird in Australien in den meisten Bundesstaaten eine besondere Lizenz benötigt. Da diese teuer ist, gibt es in diesen Staaten meist keinen Supermarkt der Alkohol im Regal hat. Den gibt es dafür aber im Bottle Shop.

Bush Bashing: Bush Bashing hat in Australien in der Regel nichts mit einem Präsidenten gleichen Namens zu tun, sondern kann einem beim Bushwalking ereilen, häufig wenn man nur wenig genutze Tracks abwandert. Wenn es dann durchs Gebüsch geht, dann fliegen einem die Äste nur so um die Ohren.

Bushwalking: Wandern im Bush wird in Australien Bushwalking genannt. Aber Vorsicht: Der Begriff ist sehr dehnbar und längst nicht alles, was einem im Reiseführer als Bushwalk verkauft wird, ist tatsächlich eine richtige Wanderung; es kann auch durchaus mal ein ca. 400 Meter langer geteerter Weg zu einer Aussichtsplattform als Bushwalk angeboten werden.

BYO - Bring Your Own: "BYO" prangt oft deutlich sichtbar auf Speisekarte und Tür von australischen Restaurants. Es steht für "Bring Your Own" (Bringe dein eigenes mit). Gemeint ist damit aber nicht das Essen, sondern mal wieder der Alkohol. Denn die Ausschanklizenz für selbigen ist teuer und lohnt sich daher für kleine Läden meist nicht. Aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch: Da das Öffnen einer Flasche erlaubt ist, wird (manchmal gegen eine kleine Gebühr) diese vom Gast entgegen genommen, geöffnet und formvollendet eingeschänkt. Wer eine Flasche Wein zum Essen haben möchte, muss also vorher noch mal schnell im Bottleshop vorbeischauen.

Camp Oven: Hierbei handelt es sich um einen gußeisernern Topf mit Deckel, der zum Kochen auf dem Lagerfeuer benutzt wird. Wichtig ist dabei, den Topf nicht direkt in die Flamme, sondern auf die Glut zu stellen, welche auf den Deckel gelegt dann auch noch für gute Oberhitze sorgt. Mit dieser Technik läßt sich so einiges zaubern! Wir haben es ausprobiert und es schmeckte hervorragend!!

Dry und Wet: In den tropischen Gebieten kennt man nur die Trocken- und die Regenzeit. Ideale Reisezeit ist die Dry-Season, wenn die Nächte kühl und die Tage warm bei einer angenehmen Luftfeuchtigkeit sind. Die Regenzeit wird als Wet bezeichnet. Heftige Regenfälle können dabei das Land teilweise oder ganz überfluten.

Dunny: Das gute alte Plumpskloh! Heute noch zu finden in vielen Nationalparks und im Outback und nicht immer in bester Verfassung. Für`s Entleeren der Eimer ist übrigens der Ranger zuständig. Auch bei den Eingangstüren war man kreativ: Bloke ist für die Boys und Sheila für die Girls. Willkommen im Outback!

Eski: Eine vielfältig einsetzbare Kühlbox. Keine Fahrt ins Outback sollte ohne Eski erfolgen! An jeder Tankstelle gibt es Nachschub an Eiswürfeln (das kann im Outback allerdings schon mal ne Weile dauern), damit das Bier schön kühl bleibt!

Oz: Die Kurzform für Australien, gesprochen mit weichem S. Aber merke: Wenn ein Australier sagt, er sei Aussie (sprich: Ossie), bedeutet das etwas anderes, als wenn ein Deutscher davon spricht ;-))

Roadhouse: Ein Roadhouse ist eine Rasthaus mit Tankstelle, kleinem Laden und in abgelgenden Gebieten meist auch mit Campingplatz - halt alles womit sich Geld verdienen lässt. Das besondere ist allerdings, dass einige dieser Rasthäuser sogar im Weltatlas verzeichnet sind, weil es sonst schlicht und einfach in etlichen hundert Kilometern keine andere Siedlung gibt

Swag: Swag wird häufig mit dem etwas sperrigen Wort "Bettrolle" übersetzt, was zwar ganz gut den Kern der Sache trifft, aber irgednwie schwer vorstellbar ist. Am besten ist wohl der Vergleich mit einem Art Schlafsack, der alles (also Matratze, Bettzeug und Schlafsack) enthält. Die Form ist rechteckig und ein großer Reißverschluß vereinfacht das Hineinkriechen. Am Kopfende ist eine Art Kapuze befestigt, mit der man den Kopf bei Regen zudecken kann. Bei schönem Wetter sollte man allerdings darauf verzichten und lieber all die Sterne genießen, die man in voller Pracht wohl nur im Outback (und an ganz wenigen anderen Stellen) zu Gesicht bekommt. Und keine Panik: Kleine Krabbeltierchen können einem im Swag kaum etwas anhaben und er ist wirklich sehr bequem (ich hab`s mehrfach getestet)! Zum Transport wird der Swag einfach aufgerollt, theoretisch zumindest, denn so einfach ist das meistens nicht...

Tucker: Tucker ist alles Eßbare. Bushtucker ist folglich alles was im Bush wächst und irgendwie (häufig erst nach einer "sehr speziellen Zubereitung") gegessen werden kann. Und dann gibt es da noch eine Tuckerbox, in die das Lunch hineinkommt.